Digitaler Zwilling · Engineering

Die Anlage als Modell — bevor ihr sie anfasst.

Ein digitaler Zwilling ist kein Schaubild, sondern ein rechnendes Abbild eurer Anlage: gespeist aus dem Historian, simuliert auf den echten Strukturen eurer Steuerung, gekoppelt über OPC-UA. Damit testet ihr Parameter, sagt Verschleiß voraus und fahrt Inbetriebnahmen virtuell — ohne ein echtes Werkstück zu riskieren.

OPC-UABeckhoff TwinCATTimescaleDBSoft-PLCPython · scikit-learnR Shiny

1 · Spiegel

Live-Abbild aus dem Historian — Millionen Messpunkte, jede Maschine in Echtzeit gespiegelt. Der Zwilling weiß, was die echte Anlage gerade tut.

2 · Simulation

Läuft auf den echten Strukturen und Tags eurer Steuerung (Soft-PLC) — Struktur real, Werte simuliert. So lassen sich Parameter gefahrlos durchspielen, ohne ein Werkstück zu riskieren.

3 · Optimierung

What-if-Rechnung und ML schlagen bessere Parameter vor und erkennen Drift, bevor Ausschuss entsteht — Vorhersage statt Reaktion.

Interaktive Live-Simulation

Vereinfachtes Modell einer CNC-Fräse zur Veranschaulichung — die vollständige Simulation läuft in der Demo.

Echtbetrieb stabil

Übersteuern

Schieb die Parameter — die Anlage reagiert live.

Prozess-Röntgenblick

Werkstück NW-1001 Lager Y

Ghost-Vergleich · Vibration

Ghost = idealer Referenzlauf. Weicht die Live-Kurve ab, erkennt der Zwilling das früh — bevor Ausschuss entsteht.

Schichtbuch · Ereignisse

Optimizer fragen KI bewertet den aktuellen Zustand — Verbesserungen & Risiken.
Worauf der Zwilling läuft

Historian (TimescaleDB)

Millionen Messpunkte als Faktenbasis — der Zwilling rät nicht, er rechnet auf echten Verläufen.

OPC-UA (bidirektional)

Herstellerneutrale Kopplung an SPS und Leittechnik — lesen und, wo freigegeben, zurückschreiben.

Soft-PLC-Sandkasten

Ein Klon der Steuerungslogik mit echten Strukturen und Tag-Namen — experimentieren, ohne die Linie anzufassen.

Beckhoff TwinCAT

PC-basierte Steuerung als offene Zielplattform — anschlussfähig statt proprietäre Insel.

ML & R/Python

scikit-learn und R Shiny für What-if, Korrelation und Restlebensdauer-Vorhersage.

Wofür man ihn einsetzt

Virtuelle Inbetriebnahme

Steuerungslogik gegen das Modell testen, bevor die Hardware steht — Inbetriebnahmen verkürzen, Fehler vorab finden.

Durchsatz & Energie

Parameter am Modell optimieren statt an der laufenden Produktion — kein Ausschuss beim Suchen des Optimums.

Vorausschauende Wartung

Restlebensdauer aus Vibration und Temperatur — eingreifen, bevor ein Lager die Linie stoppt.

Schulung ohne Risiko

Bediener üben am Zwilling Grenzfälle, die man an der echten Anlage nie provozieren würde.

Erst im Modell. Dann in echt.

Jede Parameteränderung, jede Umrüstung, jede neue Logik — zuerst gefahrlos am Zwilling. Das spart Ausschuss, Stillstand und Risiko.

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